27.11.16, 12:44:50


Liebe Freunde!



Wie schon voriges Jahr, fällt in diesem Jahr die Lintschi-Weihnachtslesung ebenfalls aus.
Auch heuer werde ich keinen Weihnachtslesungspodcast betreiben.
Die Ereignisse der letzten Monate lassen in mir einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Und das Umfeld, das ich erlebe, wenn ich aus dem Haus gehe, trägt auch nicht dazu bei, mir dabei behilflich zu sein, mich in Stimmung dafür zu bringen.
Dieses furchtbar hysterische Getue geht mir ja schon seit Jahren auf den Keks, wie aufmerksame Begleiter wissen, aber heuer bekommt es zusätzlich einen höchst bitteren Geschmack des puren Hohns.

Dieser Überfluss der Unnötigkeiten, der zelebriert wird und Unmengen an Geld verschlingt, das derzeit tatsächlich wesentlich sinnvoller und weihnachtsentsprechender angelegt werden könnte.
Diese Weihnachts- und Christkindlmärkte an jeder Ecke – etwas das an sich schon vollkommen anachronistisch ist und mit Weihnachten absolut nichts zu tun hat – mit ihrem Kitschgeblühe, Alkoholgepöble und X-Mas-Rock-Gedröhne.
Die Vergeudung der elektrischen Energie für schauerliches Lichtergeschrei, wo gerade die Einsparung im Energiebereich von vielseitigster Effizienz und deshalb höchst angebracht wäre.
Der religiöse Hintergrund, der einerseits den meisten Leuten gar nicht mehr geläufig ist, aber andererseits genau von diesen eingefordert wird, indem sie auf Werte pochen, deren Ursprung sie gar nicht kennen und selber schon seit Jahrzehnten nicht danach leben.
Eine Forderung, die verschärfend und äußerst verhängnisvoll dafür verwendet wird, Religionen, die man noch weniger kennt, einfach abzulehnen und Menschen pauschalen Vorurteilen und enormer Hetze auszusetzen.

Ich gehe da nicht mit.
Ich will mich dieser Scheinheiligkeit nicht nur nicht anschließen, sondern ich möchte auch keine Texte liefern, die den falschen Leuten die Möglichkeit geben könnten, sich in Heuchelei und Selbstlüge einzugaukeln.

Ich habe jahrzehntelang versucht aufzuzeigen, was Weihnachtsfrieden ist und wie wir ihn erreichen können. Wie wir ihn in die Welt tragen können.
Und muss nun mitansehen, dass ich in der Epoche meines Lebens angelangt bin, wo viel mehr Hass in die Welt getragen wird, als Liebe.
Da gibt es diesen Rückzug in mich und Erreichung meines persönlichen Friedens, auf Art und Weise des Schreibens davon, nicht mehr. Es wäre Verdrängung des Leids, das ich rund um mich in diesen letzten Monaten erkennen muss.

Ich brauche meine Kraft, um bei mir bleiben und dadurch versuchen zu können, dieses Leid zu lindern. Und dabei helfen mir weder anklagende, noch scheinschöne Texte etwas.

Ich bitte um Verständnis und wünsche euch einen besinnlichen Advent,
der von Menschenliebe getragen ist.
Und wie immer - Alles Liebe!

advent


PS: Aber wenn jemand einen Text von mir gelesen haben will, dann gilt das Angebot nach wie vor.

Mail an lintschi genügt.

 

12.12.15, 15:22:00


Advent 2015 n. Chr.



advent 2015

Heuer fällt es mir besonders schwer
die Weihnachtszeit zu erkennen
Zu viele Herzen sehe ich leer
und Leute, die nur rennen

Die einen hetzen um Überfluss
die anderen hetzen gegen jene
die auf der Flucht vor Elend und Tod
rennen um nacktes Leben

Und es begab sich in jener Zeit
da machte sich die Hoffnung breit
ein Erlöser sollt werden geboren
bevor der Menschheit die Welt verloren
weil Herzenskälte den Bruder erschlägt
der das Zeichen der Not auf der Stirne trägt

Und der Heiland kam. Sein Leuchten drang
aus dem armsel'gen Stall, in den er getrieben
Mensch! So seine Botschaft erklang
Deine Bestimmung heißt lieben!

Erlösung bringt dir nicht Geld und Macht
kein Punschstand kein Glitzergeschrill
Ein warmes Lichtlein in der Nacht
das Suchenden zeigt den Weg zum Ziel
an dem sie willkommen und eine Hand die gibt
bringt Rettung dir!

Weil so derjenige liebt
dessen Geburt wir die Nacht weihen
damit wir auch wirklich Menschen seien

Erhöret das Lied das aus der Krippe erklingt
Weil nur das uns Weihnachten wieder bringt


© evelyne w.



Download MP3 1,7 MB

12.12.15, 14:12:15


Weihnachtsfreude



evelyne.w-kann denn der mensch

Kann denn der Mensch Frieden mit sich machen
wenn es doch rundherum gibt Krieg?
Kann denn der Mensch die Liebe leben
wenn es rund um ihn geht nur um Niederlage oder Sieg?
Kann denn der Mensch sich auf Weihnachten freuen
wenn rundherum gemordet wird?
Kann denn der Mensch glücklich sein
mit der Angst, dass er morgen die Welt verliert?

Ja der Mensch kann!
Aber nur dann
wenn der Mensch Halt in sich selber findet.
Wenn er sich mit Anderen in Liebe verbindet
den Frieden lebt, für den er zuständig ist.
Wenn er dahin gibt, wo so vieles wird vermisst.

So bringt er den Frieden in die Welt.
So bringt er mehr Liebe
damit nicht so viel fehlt.

Was nicht in seiner Verantwortung liegt
daran muss der Mensch nicht leiden.
Nur wo er die Selbstverantwortung abgibt
lässt sich der Konflikt mit ihm selbst nicht vermeiden.

Sein eigenes Los ist von ihm anzunehmen
dabei auf die Anderen nicht zu vergessen.
Und wenn er sich nicht einlullt in Gedanken in bequemen
kann mit wachem Bewusstsein er seine Hilfe bemessen.

Dann kann er auch Weihnachtsfreude bereiten.
Und nicht nur den Anderen, sondern auch sich selbst.
Denn wenn die Liebe sein Herz lässt weiten
dann ist Jesus' Geburtstag
für ihn das richtige Fest.


© evelyne w.




Download MP3 2 MB

31.12.14, 10:01:00


Ein gutes neues Jahr!



silvester

Das Neue Jahr
ist nur ein Tag

Doch jeden Tag
beginnt
ein neues Jahr

Die Liebe lebt
im Hier und Jetzt

In der Vergangenheit
ist sie vorbei

Und in der Zukunft
vielleicht schon tot

Deshalb beginne
jeden Tag
ein neues Jahr

In Liebe

© evelyne w.


und hiermit, liebe hörfreunde,
verabschiede ich mich wieder
bis zum nächsten jahr!
ich danke herzlichst für die begleitung
durch die weihnachtszeit und die
vielen downloads, die mir zeigen,
dass ihr meine lesungen mögt.

machts es gut! habts es schön!

alles liebe!
eure lintschi

Download MP3 0,5 MB

24.12.14, 00:15:00


weihnachtsatem



weihnachtsatem


der duft von frieden
breitet sich
über das land

minutenkurz nur

und doch
riecht es nach hoffnung

ein augenblick
der besinnung
streift über die welt

als atemzug
der hl. nacht


© evelyne w.





Download MP3 0,5 MB